AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)


§ 1 Geltungsbereich, Kundenkreis

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der Wallner Zywietz Handels GbR, Fliederstr. 7C, 85591 Vaterstetten, vertreten durch die Gesellschafter [Mario] Wallner und [Finn] Zywietz (nachfolgend „Verkäufer"), und ihren Kunden über den Onlineshop forstkraft.de.

(2) Das Angebot des Verkäufers richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, d. h. an natürliche oder juristische Personen oder rechtsfähige Personengesellschaften, die bei Abschluss des Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln, sowie an juristische Personen des öffentlichen Rechts. Verträge mit Verbrauchern (§ 13 BGB) werden nicht geschlossen.

(3) Der Kunde bestätigt mit Abgabe der Bestellung, dass er die Bestellung als Unternehmer im Rahmen seiner gewerblichen, land- bzw. forstwirtschaftlichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit tätigt. Der Verkäufer ist berechtigt, hierfür Nachweise (z. B. Gewerbeanmeldung, USt-IdNr., Nachweis land-/forstwirtschaftlicher Betrieb) anzufordern und die Ausführung der Bestellung bis zur Vorlage zurückzustellen oder vom Vertrag zurückzutreten, wenn der Nachweis nicht erbracht wird.

(4) Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Verkäufer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

§ 2 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung der Produkte im Onlineshop stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Bestellung dar.

(2) Mit Absenden der Bestellung gibt der Kunde ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Kaufvertrags ab. Der Kunde ist an sein Angebot zwei Wochen gebunden.

(3) Der Vertrag kommt erst zustande, wenn der Verkäufer die Bestellung innerhalb dieser Frist durch ausdrückliche Auftragsbestätigung (E-Mail) annimmt oder die Ware ausliefert. Die automatische Bestelleingangsbestätigung stellt noch keine Annahme dar.

(4) Änderungen, Nebenabreden und Ergänzungen bedürfen der Bestätigung des Verkäufers in Textform.

§ 3 Produktangaben

Zeichnungen, Abbildungen, Maße, Gewichte, Leistungs- und sonstige technische Angaben in Katalogen, im Onlineshop und in Unterlagen der Hersteller sind nur annähernd maßgeblich, soweit sie nicht ausdrücklich in Textform als verbindlich bezeichnet werden. Handelsübliche und technisch nicht vermeidbare Abweichungen sowie Änderungen im Zuge des technischen Fortschritts bleiben vorbehalten, soweit sie dem Kunden zumutbar sind.

§ 4 Preise, Zahlung

(1) Alle Preise verstehen sich in Euro zuzüglich der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer sowie zuzüglich der im Bestellprozess ausgewiesenen Versand- und Speditionskosten.

(2) Zahlungen erfolgen per [Vorkasse/Überweisung; ggf. weitere im Checkout angebotene Zahlungsarten]. Ein Skontoabzug ist ausgeschlossen, sofern nicht in Textform etwas anderes vereinbart wurde.

(3) Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regelungen (§ 288 Abs. 2 BGB). Werden dem Verkäufer nach Vertragsschluss Umstände bekannt, die die Kreditwürdigkeit des Kunden wesentlich in Frage stellen, ist der Verkäufer berechtigt, noch ausstehende Lieferungen nur gegen Vorauszahlung oder Sicherheitsleistung auszuführen.

(4) Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Zurückbehaltungsrechte stehen ihm nur zu, soweit sie auf demselben Vertragsverhältnis beruhen.

§ 5 Lieferung, Lieferzeiten, Selbstbelieferungsvorbehalt

(1) Die Lieferung erfolgt innerhalb Deutschlands per Spedition oder Paketdienst an die vom Kunden angegebene Lieferadresse. Die Lieferung erfolgt teilweise im Wege des Streckengeschäfts direkt ab Lager des Lieferanten bzw. Herstellers.

(2) Angaben zu Lieferzeiten sind unverbindlich, sofern nicht ausdrücklich in Textform ein verbindlicher Liefertermin zugesagt wurde. Genannte Lieferzeiten beginnen mit Vertragsschluss, bei Vorkasse mit Zahlungseingang.

(3) Selbstbelieferungsvorbehalt: Der Verkäufer ist zum Rücktritt vom Vertrag berechtigt, wenn er trotz eines kongruenten Deckungsgeschäfts (rechtzeitige und ordnungsgemäße Bestellung beim Lieferanten) selbst nicht richtig oder rechtzeitig beliefert wird und die Nichtbelieferung nicht zu vertreten hat. Der Verkäufer wird den Kunden unverzüglich informieren und bereits erbrachte Gegenleistungen unverzüglich erstatten.

(4) Liefer- und Leistungsverzögerungen aufgrund höherer Gewalt und aufgrund von Ereignissen, die dem Verkäufer die Lieferung wesentlich erschweren oder unmöglich machen (z. B. Materialbeschaffungsschwierigkeiten, Streik, Aussperrung, behördliche Anordnungen, Lieferverzug des Herstellers), hat der Verkäufer auch bei verbindlich vereinbarten Fristen nicht zu vertreten. Sie berechtigen den Verkäufer, die Lieferung um die Dauer der Behinderung zuzüglich einer angemessenen Anlaufzeit hinauszuschieben. Dauert die Behinderung länger als drei Monate, sind beide Parteien berechtigt, hinsichtlich des noch nicht erfüllten Teils vom Vertrag zurückzutreten; bereits erbrachte Gegenleistungen werden erstattet.

(5) Der Verkäufer ist zu zumutbaren Teillieferungen berechtigt.

§ 6 Gefahrübergang

Die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der Ware geht mit der Übergabe an den Spediteur, Frachtführer oder die sonst zur Ausführung der Versendung bestimmte Person auf den Kunden über, spätestens jedoch mit Verlassen des Lagers des Verkäufers bzw. – im Falle des Streckengeschäfts – des Lagers des Lieferanten oder Herstellers (§ 447 BGB).

§ 7 Transportschäden, Untersuchungs- und Rügepflicht

(1) Erkennbare Transportschäden sind vom Kunden bei Anlieferung gegenüber dem Transportführer zu reklamieren, auf dem Liefer-/Frachtschein zu vermerken und sich vom Transportführer schriftlich bestätigen zu lassen. Der Kunde hat den Schaden zudem durch Fotos zu dokumentieren und den Verkäufer unverzüglich, spätestens innerhalb von 3 Werktagen, in Textform zu informieren. Die Annahme erkennbar beschädigter Sendungen ohne entsprechenden Vermerk kann zum Verlust von Ersatzansprüchen gegenüber dem Transportunternehmen führen; in diesem Fall bleiben gesetzliche Mängelrechte des Kunden unberührt, der Kunde haftet dem Verkäufer jedoch für den hierdurch entstandenen Schaden (Verlust der Regressmöglichkeit), soweit er die Obliegenheit schuldhaft verletzt hat.

(2) Im Übrigen gilt die kaufmännische Untersuchungs- und Rügepflicht des § 377 HGB: Der Kunde hat die Ware unverzüglich nach Ablieferung zu untersuchen und erkennbare Mängel unverzüglich, spätestens innerhalb von 7 Kalendertagen, in Textform anzuzeigen. Versteckte Mängel sind unverzüglich nach Entdeckung anzuzeigen. Bei Verletzung der Untersuchungs- und Rügepflicht gilt die Ware in Ansehung des betreffenden Mangels als genehmigt.

§ 8 Mängelrechte (Gewährleistung)

(1) Es gelten die gesetzlichen Mängelrechte mit den nachfolgenden Maßgaben.

(2) Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche beträgt 12 Monate ab Ablieferung der Ware. Diese Verkürzung gilt nicht für Schadensersatzansprüche des Kunden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Verkäufers oder seiner Erfüllungsgehilfen, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels sowie im Fall des Lieferantenregresses (§§ 445a, 445b BGB) und bei Garantieübernahme; insoweit gelten die gesetzlichen Fristen.

(3) Zur Feststellung und Abwicklung eines Mangels hat der Kunde den Mangel nachvollziehbar zu dokumentieren (Beschreibung, Fotos, ggf. Video) und dem Verkäufer auf Anforderung zu übermitteln.

(4) Die Nacherfüllung erfolgt nach Wahl des Verkäufers durch Beseitigung des Mangels oder Lieferung einer mangelfreien Sache. Die Mangelbeseitigung kann nach Wahl des Verkäufers auch durch Lieferung des benötigten Ersatzteils erfolgen, soweit dem Kunden der Austausch – ggf. nach telefonischer Anleitung – zumutbar ist; die hierfür erforderlichen einfachen Arbeiten gelten bei gewerblichen Kunden mit technischem Personal in der Regel als zumutbar. Ist eine Mangelbeseitigung durch Ersatzteillieferung nicht möglich oder nicht zumutbar, erfolgt die Nachbesserung nach Abstimmung mit dem Verkäufer am Sitz des Lieferanten/Herstellervertragspartners oder einer von diesem benannten Werkstatt; der Verkäufer trägt die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften (§ 439 Abs. 2 BGB).

(5) Schlägt die Nacherfüllung nach angemessener Frist zweimal fehl oder ist sie unmöglich oder unzumutbar, kann der Kunde nach seiner Wahl vom Vertrag zurücktreten oder den Kaufpreis mindern; Schadensersatzansprüche bestehen nur nach Maßgabe des § 10.

(6) Keine Mängelansprüche bestehen bei Schäden, die auf natürlicher Abnutzung/Verschleiß, unsachgemäßer Verwendung, Nichtbeachtung der Bedienungs- und Wartungsanleitungen, eigenmächtigen Veränderungen oder Reparaturen durch den Kunden oder Dritte oder der Verwendung nicht spezifikationsgerechter Betriebsstoffe beruhen, soweit der jeweilige Umstand für den Schaden ursächlich war.

§ 9 Herstellergarantien

Etwaige Garantien der Hersteller (z. B. Herstellergarantie von 12 Monaten für gewerbliche Nutzung) gelten zusätzlich zu den gesetzlichen Mängelrechten nach Maßgabe der jeweiligen Garantiebedingungen des Herstellers. Ansprüche aus einer Herstellergarantie sind gegenüber dem Garantiegeber geltend zu machen; die Abwicklung erfolgt nach dessen Garantiebedingungen. Der Verkäufer unterstützt den Kunden bei der Abwicklung.

§ 10 Haftungsbeschränkung

(1) Der Verkäufer haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels, bei Übernahme einer Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.

(2) Bei einfach fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten, d. h. Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) ist die Haftung auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(3) Im Übrigen ist die Haftung des Verkäufers – gleich aus welchem Rechtsgrund – ausgeschlossen. Dies gilt auch für die persönliche Haftung der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Verkäufers.

§ 11 Kein Widerrufsrecht, keine Stornierung

(1) Da sich das Angebot ausschließlich an Unternehmer richtet, besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht.

(2) Nach Vertragsschluss besteht kein Anspruch des Kunden auf Stornierung oder Vertragsaufhebung; die gesetzlichen Rücktritts- und Mängelrechte sowie § 5 Abs. 4 bleiben unberührt. Einer einvernehmlichen Vertragsaufhebung kann der Verkäufer im Einzelfall zustimmen; er ist hierzu nicht verpflichtet und kann die Zustimmung von der Erstattung der ihm entstandenen Kosten (z. B. Fracht, Wiedereinlagerung des Lieferanten) abhängig machen.

§ 12 Eigentumsvorbehalt

(1) Die Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung sämtlicher Forderungen aus der Geschäftsverbindung Eigentum des Verkäufers.

(2) Der Kunde ist berechtigt, die Vorbehaltsware im ordnungsgemäßen Geschäftsgang weiterzuveräußern. Er tritt bereits jetzt alle Forderungen aus der Weiterveräußerung in Höhe des Rechnungsbetrags an den Verkäufer ab; der Verkäufer nimmt die Abtretung an. Der Kunde bleibt zur Einziehung ermächtigt, solange er seinen Zahlungspflichten nachkommt.

(3) Bei Pfändungen oder sonstigen Eingriffen Dritter hat der Kunde den Verkäufer unverzüglich zu benachrichtigen. Verpfändung und Sicherungsübereignung der Vorbehaltsware sind unzulässig.

(4) Der Verkäufer verpflichtet sich, die ihm zustehenden Sicherheiten auf Verlangen des Kunden freizugeben, soweit ihr realisierbarer Wert die zu sichernden Forderungen um mehr als 10 % übersteigt.

§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Verkäufers (Vaterstetten). Der Verkäufer ist auch berechtigt, am Sitz des Kunden zu klagen. Erfüllungsort ist der Sitz des Verkäufers.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.


Stand: Juli 2026 · Wallner Zywietz Handels GbR, Fliederstr. 7C, 85591 Vaterstetten